Zahlreiche Schauspielerinnen und Schauspieler haben sich bei der großen Eröffnungsgala der 74. Berlinale gegen Rechtsextremismus positioniert. Bei einer vom Filmfestival selbst organisierten Protestaktion riefen Filmschaffende wie Jella Haase und Katja Riemann »Defend Democracy«. Dazu hielten sie Handylichter in die Luft, während der Aktion wurde es still am roten Teppich.
Schauspielerin Emilia Schüle sagte, sie fühle sich besser damit, dass nun keine AfD-Vertreter anwesend seien. Die Berlinale sei ein politisches Festival. Der oscarnominierte Regisseur Wim Wenders („Perfect Days“) sah das ähnlich – und lobte die Filmfestspiele dafür: „Die Berlinale ist traditionell seit immer schon das politischste der großen Festivals, hält sich auch jetzt nicht raus, wird sie auch in Zukunft nicht tun“, sagte der 78-Jährige. „Ich mag die Berlinale, weil sie auch immer den Mund aufmacht und was sagt.“
Zudem würden Demokratien in der ganzen Welt angegriffen. „Auch unsere Demokratie ist nicht immun“, sagte sie. „Sie wird bedroht von ihren Feinden.“ Mit Verweis auf Rechtspopulisten und Rechtsextreme sprach Roth von Feinden der offenen Gesellschaft. „Sie wollen diese Republik, unsere freiheitliche Demokratie zersetzen und zerstören.“ Kulturstaatsministerin Claudia Roth
Schauspielerin Emilia Schüle sagte, sie fühle sich besser damit, dass nun keine AfD-Vertreter anwesend seien.